Shaping Change – Ausgabe #7: Zeit, die fehlt

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Kalender lügen nicht.
Selten erlebe ich, dass jemand bewusst keine Zeit für Zukunft einplant. Die Gegenwart gewinnt einfach. Immer. Status-Updates, Reporting-Runden, Legacy-Programme – alles hat seinen Platz. Neue Themen müssen sich nicht gegen freie Zeit behaupten, sondern gegen alles, was bereits entschieden wurde.

Zukunft hat einen strukturellen Nachteil: Sie ist selten dringend.

Jede Routine, die weiterläuft, ist eine stille Entscheidung. Jedes Meeting, das regelmäßig stattfindet, belegt Raum, der für anderes fehlt.

Wer Zukunft in den Kalender bringen will, muss Gegenwart herausnehmen.

Darum geht es in meinem aktuellen Newsletter Shaping Change: „Zeit, die fehlt“ – und um die Frage, welche Routine bei Ihnen noch läuft, die niemand je aktiv entschieden hat weiterzuführen.

Newsletter:

Die Zukunft konkurriert nicht mit der Gegenwart. Sie verliert gegen sie im Kalender.

Führungskalender sind voll. Status-Updates, Reporting-Runden, Abstimmungen, Legacy-Programme. Alles hat seinen Platz. Neue Themen müssen sich nicht gegen freie Zeit behaupten, sondern gegen alles, was bereits entschieden wurde.

Zukunft hat einen strukturellen Nachteil: Sie ist selten dringend. Und auch deshalb verliert sie im Alltag gegen alles, was heute erledigt werden muss. Und so wird sie immer wieder verschoben, weil der nächste Termin bereits wartet.

Gut besetzte Steering-Meetings, klare Folien, viele Updates – und am Ende keine Entscheidung, die etwas aus dem System herausnimmt.

Zeit wird verbraucht, aber nicht freigesetzt. „Dafür haben wir aktuell keine Kapazität“ ist selten eine Aussage über Zeit. Es ist eine Aussage über Priorität. Kalender zeigen selten, was einer Organisation wichtig ist. Sie zeigen, wofür sie tatsächlich Zeit reserviert.

Jede Routine, die weiterläuft, ist eine stille Entscheidung. Jedes Meeting, das regelmäßig stattfindet, belegt Raum, der für anderes fehlt. Führung entscheidet über Prioritäten. Und darüber, wofür überhaupt Zeit entsteht. Wer Zukunft in den Kalender bringen will, muss Gegenwart herausnehmen.

Zum Schluss eine Frage: Welche Routine läuft noch, die niemand je aktiv entschieden hat weiterzuführen?

Zukunft bekommt keinen Platz. Man gibt ihn ihr.

Zeit für Zukunft zu schaffen, ist eine Führungsentscheidung. Denn genau dort beginnt oft die eigentliche Arbeit an Veränderung: bei den Entscheidungen, die Raum schaffen.

Genau bei diesen Entscheidungen begleite ich Führungskräfte und Organisationen. Jede Situation verlangt ihren eigenen Weg, keine Blaupause. Mögliche Wege der Zusammenarbeit finden Sie hier. [Link]

Dieser Newsletter ist eine Einladung – zum Innehalten, Weiterdenken und Austausch. Welche Routine läuft noch, die niemand je aktiv entschieden hat weiterzuführen? Ich freue mich auf den Dialog.

Herzlich, Feli von Kyaw

Zuletzt durfte ich beim Handelsblatt-Panel „Work in Progress“ über Führung im KI-Zeitalter sprechen. Den Artikel dazu finden Sie hier: https://live.handelsblatt.com/fuehrung-wird-anspruchsvoller-nicht-ueberfluessiger/

Über Shaping Change: Dieser Newsletter teilt Insights, Impulse & Inspiration für wirksame Veränderung – aus Praxis und Reflexion. Für Entscheider:innen.

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